Maria engagiert sich - Maria Arampatzis
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Kurzbeschreibung
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Wir möchten für den Preis "Mensch gut gemacht" eine
sehr engagierte Jugendliche aus unserm Haus vorschlagen: Maria Arampatzis,
14 Jahre.
Wir sind deshalb der Meinung, dass Maria eine Auszeichnung verdient hat.
Das Team des KJH Oststadt
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Maria Arampatzis im Interview mit Jack Herbst
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Wir treffen uns mit Maria Freitag nachmittags um halb fünf in „ihrem“ Jugendhaus, dem Kinder- und Jugendhaus Oststadt in der Rintheimer Strasse. Im Saal läuft gerade ein interner Karaoke-Contest „nur so zum Spaß“ und einer der hinteren Räume wurde von einigen Jungs zur Wrestling-Arena umfunktioniert...
Wir ziehen uns mit Maria zurück, um ein wenig in aller Ruhe miteinander reden zu können. Gerade 15 ist sie geworden und „hauptberuflich“ Schülerin am Otto-Hahn-Gymnasium in der Waldstadt.
Auf den Jugendpreis angesprochen, reagiert sie eher zurückhaltend:
Ja, natürlich weiß sie, dass das Team sie für den Jugendpreis
vorgeschlagen hat. Aber so ganz genau weiß sie nicht, warum sie
da mitmachen sollte.
…. Klar, sie ist immer (naja, fast immer da)… und wenn’s
was zu tun gibt, hilft sie auch… Das ist doch normal, oder?!?
…. Ok, alle machen das nicht… Vielleicht sollte sie deshalb
beim Wettbewerb mitmachen…?
Auf die Frage, wie das denn sei, in welcher Weise sie sich denn hier
im Haus für die anderen engagiere, kann sie einige konkrete Aktionen
benennen:
Ja, beim regelmäßigen ’Girl’s day’ da ist
sie immer aktiv dabei… in der Küche, hinter der Theke und natürlich
als DJ - das ist dann ihre Sache!
Dann erfahren wir noch, was es mit dem ’Girl’s day’
auf sich hat:
An diesen Tagen ist das Jugendhaus fest in den Händen der Mädchen,
für die Jungs heißt es dann „wir müssen leider draußen
bleiben“.
Meist kommen da Mädchen aus der 7./ 8. Klasse, oft auch welche, die
nicht zu den regelmäßigen Besucherinnen des Hauses zählen,
sich vielleicht auch angesichts der männlichen Übermacht nicht
trauen… Für die ist das dann die Gelegenheit an diesen Tagen
mal reinzuschnuppern.
Es gibt auch weitere Aktionen des KJH Oststadt, bei denen sie sich engagiert
hat:
Beim Kinderstadtteilfest der Oststadt hat sie als einzige Jugendliche
selbständig eine Station betreut – das Stafettenspiel bei der
Tullaschule, hinterher gab’s dann noch den Abbau. Eigentlich hatte
ja noch einer zugesagt, aber irgendwie war sie dann doch die einzige…
Ach ja, am Tag der offenen Tür hat sie beim Kinderklettern mitgeholfen
und die kleinen Kletterer angegurtet und betreut.
Solche Aktionen, die machen ihr eben auch einfach Spaß, das macht
sie gerne.
Außerdem ist es ja auch so, dass andere dann auch mitziehen und
mal helfen… wichtig ist aber einfach nur, dass einer mal anfängt.
Bei der Frage, was sie denn im Haus ändern würde, wenn sie
sich was wünsche dürfte, reagiert sie ganz spontan:
Das Außengelände ist eben nicht so schön – recht
klein, eigentlich nur der Platz um den Basketballkorb und eine Bank vor
der Fensterfront – naja, nicht gerade einladend: da würde sie
sich ein größeres und schöneres Gelände wünschen
– oder zumindest eine Überdachung gegen den Regen…
Und auf das gemeinsame Miteinander im Jugendhaus angesprochen:
Das ist wirklich richtig gut hier,… eine echt angenehme Atmosphäre.
Nur eins kann sie einfach nicht stehen lassen – wenn jemand von
anderen provoziert oder gemobbt wird. Wenn sie sowas mitkriegt, muss sie
was sagen,
muss einfach Partei ergreifen…
Am Ende unseres Gesprächs stößt noch Julia, Marias beste
Freundin dazu:
Das ist schon ok, dass Maria für den Wettbewerb vorgeschlagen wird.
Sie macht wirklich unheimlich viel für die „Allgemeinheit“
hier im Haus.
Auf unsere Frage, ob sie sich auch selbst beworben hätte, hat Maria abschließend eine eindeutige Antwort parat:
Nein, natürlich nicht. Auf die Idee wäre sie nie gekommen…